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Stahlwerk: Hochtemperatur-Stahlofen im kontinuierlichen Betrieb
Anwendungen · Stahl

Wasserstoff in der Stahlindustrie: vom Wiedererwärmungsofen zum grünen DRI.

Die Stahlindustrie — Kokereien, Hochöfen, Lichtbogenöfen, Wärmebehandlungslinien, Wiedererwärmungsöfen — teilt mit der Zementindustrie eine strukturelle Herausforderung: Hochtemperaturprozesse, die schwer zu elektrifizieren sind, eine starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und wachsender regulatorischer Druck auf Emissionen.

Duales Portfolio

Zwei komplementäre Technologierouten

Knergy bietet dieser Industrie zwei komplementäre Technologierouten: Verbrennungskatalyse mit H₂/O₂ in bestehenden Prozessen (sofortige Anwendung) sowie skalierbare Grünwasserstofflösungen für Direktreduktionsprozesse (DRI-H₂).

Route 1 · Verbrennungskatalyse

Sofortige Anwendung in Stahlöfen

Verbrennungskatalyse in Wiedererwärmungsöfen und Wärmebehandlungen: sofortige Anwendung, rentabel, ohne Produktionsstillstand.

  1. Knüppel-Wiedererwärmungsöfen

    H₂-Einspritzung zur Flammen-Stabilisierung, Reduzierung des spezifischen Erdgasverbrauchs und Verbesserung der thermischen Gleichmäßigkeit des Produkts.

  2. Wärmebehandlungsöfen

    Härten, Anlassen, Glühen, Normalglühen — mit besserer Atmosphärenkontrolle und geringerem Energieverbrauch.

  3. Pfannen- und Kupolöfen

    Verbesserte Verbrennungskinetik und reduzierte NOx-Emissionen.

  4. Koksöfen

    Thermische Optimierung durch kontrollierte Katalyse.

  5. Hilfsbeheizungssysteme in Hochöfen

    Teilweiser Ersatz von Erdgas durch grünen H₂.

Wirtschaftlicher Nutzen für das Stahlwerk

Fünf gleichzeitige Verbesserungsfelder

  1. ↓ Erdgasverbrauch

    Reduzierung des spezifischen thermischen Verbrauchs um 5%–15%.

  2. ↑ Ofenproduktivität

    Bessere Wärmeübertragung und vollständigere Verbrennung.

  3. ↓ NOx- und CO₂-Emissionen

    Niedrigere Flammentemperatur durch O₂-Steuerung und geringerer Einsatz fossiler Brennstoffe.

  4. ↑ Produktqualität

    Höhere thermische Gleichmäßigkeit und geringere Oberflächenentkohlung.

  5. Kein Produktionsstillstand

    Installation während geplanter Wartung, nicht-invasive Integration in das Leitsystem.

Route 2 · Grüner Wasserstoff für DRI-H₂

Der Weg zur tiefen Dekarbonisierung der Primärstahlherstellung

Die Direktreduktion von Eisenerz mit grünem Wasserstoff ist die vielversprechendste Technologieroute für die tiefgreifende Dekarbonisierung der Primärstahlherstellung. Sie ersetzt Erdgas und/oder Hüttenkoks — traditionell als Reduktionsmittel eingesetzt — durch grünen Wasserstoff.

Reaktion und Umweltvorteil

Fe₂O₃ + 3H₂ → 2Fe + 3H₂O

Das Nebenprodukt ist Wasser, nicht CO₂. Eine DRI-H₂-Anlage bei Vollkapazität kann im Vergleich zu einem herkömmlichen Hochofen bis zu 95% der direkten Scope-1-Emissionen eliminieren, abhängig von Route und Energiemix.

  1. Grünwasserstoffanlagen im MW-Maßstab

    Planung und Integration von Multi-MW-Anlagen (5–50 MW pro Projekt), die an die DRI-Anlage gekoppelt sind.

  2. Integration mit erneuerbaren Energien

    Hybride Solar- + Wind- + Speicher- + Elektrolysesysteme zur Gewährleistung einer stabilen H₂-Versorgung.

  3. Schrittweiser Ersatz

    Lösungen für H₂ + Erdgas-Gemische in bestehenden Midrex/Energiron-Anlagen, mit schrittweiser Skalierung bis zu 100% H₂.

  4. Prozessingenieurwesen

    CFD-Modellierung, thermische Optimierung, Integration in das Anlagen-DCS — dieselbe Methodik wie im Zementbereich.

Ofen- und Prozesstypen

Unsere Anwendungsbereiche in der Stahlindustrie

Wiedererwärmungsöfen (Knüppel, Bramme, Profile)
H₂/O₂-Katalyse — sofortige Anwendung
Wärmebehandlungsöfen (Härten, Glühen)
Katalyse + Atmosphärenkontrolle
Koksöfen
Thermische Optimierung mit H₂
Midrex / Energiron DRI-Anlagen
Schrittweiser Ersatz von Erdgas durch H₂
Hochöfen (BF)
Düseneinblasung als Ergänzung zu PCI
Lichtbogenöfen (EAF)
Optimierung von Hilfs-Oxybrenner
Pfannen- und Schmelzöfen
Verbesserte Kinetik und Emissionskontrolle
Warum Knergy in der Stahlindustrie

Zement-Erfahrung auf den Stahl übertragen

  1. Branchenübergreifende Erfahrung

    Die Prinzipien der Hochtemperaturverbrennung, CFD-Modellierung, funktionale Sicherheitssysteme und der 24/7-Betrieb sind vom Zement- auf den Stahlbereich übertragbar.

  2. Bewährte technische Kompetenz

    Pyroprozesstechnik, Optimierung von Drehrohröfen und großtechnische Verbrennungssysteme.

  3. Duales Portfolio

    Wir können sowohl Sofortanwendungslösungen (Verbrennungskatalyse) als auch Projekte zur tiefen Dekarbonisierung (DRI-H₂) realisieren.

  4. Gleiches Finanzierungsmodell

    Reines Leasing zu 5% für ausgewählte Regionen verfügbar.

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